Textildruck auf Textilien
Ich habe den Schwerpunkt bewusst auf die Auswahl des richtigen Textildruckverfahrens gelegt. Damit grenzt sich der Beitrag klar von den bereits vorhandenen allgemeinen Printex24-Texten über Textildruck ab.
Textildruckverfahren im Vergleich
Wer T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts, Hoodies, Arbeitskleidung oder Sporttextilien mit einem Firmenlogo bedrucken lassen möchte, steht schnell vor einer wichtigen Frage:
Welches Textildruckverfahren ist für mein Motiv und mein Textil das richtige?
Siebdruck, DTF, Flexdruck, Flockdruck, Sublimation und weitere Transferverfahren besitzen unterschiedliche technische Eigenschaften. Nicht das vermeintlich „beste“ Druckverfahren entscheidet über das Ergebnis, sondern die passende Kombination aus Textil, Material, Motiv, Stückzahl, Position, Beanspruchung und gewünschter Optik.
Printex24 unterstützt Unternehmen, Vereine und Organisationen dabei, geeignete Textilien auszuwählen und das passende Textildruckverfahren für Firmenlogo, Vereinswappen, Namen, Nummern oder individuelle Designs festzulegen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Es gibt nicht ein Textildruckverfahren für sämtliche Textilien und Motive.
- DTF eignet sich für viele mehrfarbige und detailreiche Motive auf geeigneten Textilien.
- Siebdruck kann bei größeren identischen Serien wirtschaftlich interessant sein.
- Flexdruck eignet sich besonders für klare Schriftzüge, Namen und einfache Motive.
- Flockdruck besitzt eine samtartige Oberfläche und eignet sich besonders für einfache Gestaltungen.
- Sublimation benötigt geeignete polyesterbasierte Materialien und eine passende Farbkonfiguration.
- DTG bezeichnet den direkten Druck auf ein geeignetes Textil und ist nicht mit DTF gleichzusetzen.
- Transferdruck ist ein Oberbegriff und bezeichnet nicht nur ein einziges Verfahren.
- Material, Beschichtung, Elastizität und Hitzebeständigkeit müssen vor der Veredelung berücksichtigt werden.
- Große geschlossene Transferflächen können die Haptik eines Kleidungsstücks verändern.
- Maschinenstickerei ist eine wichtige Alternative zum Textildruck, insbesondere für kompakte Firmenlogos.
- Die wirtschaftlichste Lösung hängt vom konkreten Auftrag ab.
Was ist Textildruck?
Unter Textildruck versteht man unterschiedliche Verfahren, mit denen:
- Logos
- Schriftzüge
- Bilder
- Namen
- Nummern
- Vereinswappen
- Grafiken
auf textile Materialien übertragen werden.
Typische Produkte sind:
- T-Shirts
- Poloshirts
- Sweatshirts
- Sweater
- Hoodies
- Oversize Hoodies
- Sweatjacken
- Funktionsshirts
- Arbeitskleidung
- Sportbekleidung
- Jacken
- Westen
- Taschen
Die einzelnen Druckverfahren funktionieren technisch sehr unterschiedlich.
Warum das Druckverfahren entscheidend ist
Ein Firmenlogo kann auf einem Baumwoll-T-Shirt vollkommen andere Anforderungen stellen als auf:
- Polyester-Sportshirt
- Softshelljacke
- Poloshirt
- Arbeitsjacke
- Fleece
- beschichteter Tasche
Deshalb sollte das Verfahren nicht allein danach ausgewählt werden, welches Drucksystem gerade verfügbar ist.
Relevant sind unter anderem:
- Material
- Oberflächenstruktur
- Motiv
- Anzahl der Farben
- Stückzahl
- gewünschte Haptik
- Waschbarkeit
- Nutzungsbedingungen
Welche Textildruckverfahren gibt es?
Bei Printex24 kommen je nach Auftrag unterschiedliche Verfahren beziehungsweise Veredelungsmöglichkeiten infrage.
Dazu gehören beispielsweise:
- DTF
- Siebdruck
- Flexdruck
- Flockdruck
- geeignete Transferverfahren
- Sublimation bei geeigneten Produkten
- Maschinenstickerei als Alternative
DTF-Textildruck
DTF bedeutet „Direct to Film“.
Dabei wird das Motiv zunächst auf eine spezielle Filmfolie gedruckt und anschließend mit einem dafür vorgesehenen Transfersystem auf das Textil übertragen.
DTF darf deshalb nicht mit einem klassischen Druck auf Transferpapier verwechselt werden.
Wann ist DTF interessant?
DTF kann sich unter anderem eignen für:
- mehrfarbige Firmenlogos
- Farbverläufe
- detailreiche Grafiken
- kleine und mittlere Serien
- unterschiedliche Namen
- unterschiedliche Motive
Die tatsächliche Eignung hängt vom jeweiligen Textil ab.
Vorteile von DTF
Je nach Motiv und Grundtextil können unter anderem folgende Eigenschaften interessant sein:
- viele Farben möglich
- feine Details darstellbar
- unterschiedliche Motive innerhalb eines Auftrags möglich
- keine separaten Siebe für jede Motivfarbe erforderlich
Dadurch ist DTF insbesondere bei vielfältigen Personalisierungen interessant.
DTF auf Baumwolle
Geeignete Baumwolltextilien können mit DTF veredelt werden.
Beispiele:
- T-Shirts
- Sweatshirts
- Hoodies
- Poloshirts
Auch hier müssen Oberfläche und Konstruktion des Artikels berücksichtigt werden.
DTF auf Polyester
Bei polyesterhaltigen Textilien muss unter anderem mögliche Farbmigration berücksichtigt werden.
Dabei können Farbstoffe aus dem Textil unter Wärme in das Druckmotiv wandern.
Besonders kritisch kann beispielsweise sein:
dunkles Polyestertextil + heller Druck
Die technische Lösung muss deshalb zum konkreten Material passen.
Große DTF-Flächen
Eine sehr große geschlossene Transferfläche kann deutlich fühlbarer sein als ein kleines Brustlogo.
Sie kann:
- die Fläche lokal versteifen
- die Luftdurchlässigkeit reduzieren
- die Flexibilität beeinflussen
Deshalb sollte ein Motiv nicht allein deshalb maximal groß angelegt werden, weil technisch eine große Druckfläche möglich wäre.
Siebdruck auf Textilien
Siebdruck gehört zu den etablierten Verfahren im professionellen Textildruck.
Dabei wird Druckfarbe mithilfe eines vorbereiteten Siebes auf das Textil übertragen.
Die druckenden und nicht druckenden Bereiche werden technisch im Sieb definiert.
Wie funktioniert Siebdruck?
Vereinfacht erfolgt der Prozess in mehreren Schritten.
1. Motiv aufbereiten
Das Design wird drucktechnisch vorbereitet.
2. Farbauszüge erstellen
Bei mehrfarbigen Motiven werden die benötigten Druckfarben entsprechend separiert.
3. Siebe vorbereiten
Für die jeweiligen Druckfarben werden passende Siebe eingerichtet.
4. Textil positionieren
Das Kleidungsstück wird auf der Druckstation ausgerichtet.
5. Farbe drucken
Die Farbe wird durch die offenen Bereiche des Siebes auf das Textil übertragen.
6. Weitere Farben drucken
Bei mehrfarbigen Motiven folgen die weiteren Druckschritte mit entsprechender Registrierung.
7. Druck fixieren
Je nach eingesetztem Farbsystem muss die Farbe anschließend professionell ausgehärtet beziehungsweise fixiert werden.
Ein einfaches Lufttrocknen reicht für viele professionelle Textildruckfarben nicht aus.
Wann ist Siebdruck interessant?
Besonders interessant kann Siebdruck sein bei:
- größeren Stückzahlen
- vielen identischen Motiven
- klar definierten Farben
- T-Shirts
- Sweatshirts
- Hoodies
- geeigneten Arbeits- und Promotiontextilien
Keine feste Siebdruck-Mindestmenge
Es wird häufig behauptet, Siebdruck lohne sich beispielsweise grundsätzlich ab:
- 20 Stück
- 30 Stück
- 50 Stück
Solche pauschalen Grenzen sind wenig sinnvoll.
Die Wirtschaftlichkeit hängt unter anderem ab von:
- Motiv
- Farbanzahl
- Textilfarbe
- Stückzahl
- Motivgröße
- Druckposition
- Einrichtungsaufwand
Ein einfarbiges Motiv verhält sich kalkulatorisch anders als ein komplexes mehrfarbiges Design.
Mehrfarbiger Siebdruck
Beim klassischen Mehrfarb-Siebdruck wird im Allgemeinen für jede Druckfarbe eine entsprechende Druckstufe benötigt.
Zusätzlich kann auf dunklen Textilien eine Unterlegung erforderlich sein.
Dadurch steigt der technische Aufwand mit zunehmender Motivkomplexität.
Farbverläufe im Siebdruck
Auch Farbverläufe und fotografische Motive können im Siebdruck umgesetzt werden.
Dafür werden beispielsweise:
- Raster
- Farbseparationen
- spezielle Drucktechniken
eingesetzt.
Solche Motive sind jedoch technisch anspruchsvoller als ein einfaches einfarbiges Firmenlogo.
Siebdruck auf Baumwolle
Baumwolltextilien gehören zu den typischen Siebdruckartikeln.
Beispiele:
- T-Shirts
- Hoodies
- Sweatshirts
- Stofftaschen
Siebdruck auf Polyester
Siebdruck ist nicht auf Baumwolle beschränkt.
Auch geeignete Polyester- und Mischtextilien können bedruckt werden.
Dabei müssen beispielsweise berücksichtigt werden:
- Material
- Farbmigration
- erforderliche Druckfarben
- Fixierung
Siebdruck und Firmenkleidung
Für größere Serien mit identischem Firmenlogo kann Siebdruck eine wirtschaftlich interessante Lösung darstellen.
Beispiel:
500 Mitarbeiter-T-Shirts
mit:
identischem einfarbigem Rückenlogo
stellen eine andere Produktionssituation dar als:
25 T-Shirts mit 25 unterschiedlichen Mitarbeiternamen.
Flexdruck
Beim Flexdruck wird eine geeignete Transferfolie geschnitten und anschließend auf das Textil übertragen.
Das Verfahren eignet sich besonders für klare und überwiegend einfach aufgebaute Motive.
Typische Anwendungen für Flexdruck
- Mitarbeitername
- Spielernummer
- Funktion
- Abteilung
- einfacher Schriftzug
Beispiele:
SERVICE
TECHNIK
MAX 17
Vorteile von Flex
Flex kann besonders bei individuellen Beschriftungen praktisch sein.
Zum Beispiel:
50 Poloshirts
mit:
50 unterschiedlichen Mitarbeiternamen
Grenzen von Flexdruck
Flex ist weniger geeignet für:
- Fotografien
- echte Farbverläufe
- extrem komplexe mehrfarbige Grafiken
Dafür sind andere Druckverfahren häufig sinnvoller.
Flockdruck
Flockdruck beziehungsweise Flocktransfer besitzt eine samtartige Oberfläche.
Das Motiv ist deutlich fühlbar und wirkt anders als ein glatter Flextransfer.
Flock eignet sich beispielsweise für
- Schrift
- Nummern
- einfache Logos
- Vereinsbekleidung
- bestimmte Merchandise-Projekte
Flex oder Flock?
| Eigenschaft | Flex | Flock |
|---|---|---|
| Oberfläche | eher glatt | samtartig |
| Schrift | gut geeignet | gut geeignet |
| Nummern | gut geeignet | gut geeignet |
| Farbverlauf | ungeeignet | ungeeignet |
| komplexes Foto | ungeeignet | ungeeignet |
| Haptik | flacher | stärker fühlbar |
Transferdruck ist ein Oberbegriff
Der Begriff „Transferdruck“ wird häufig zu allgemein verwendet.
Ein Transfer bedeutet zunächst, dass das Motiv nicht unmittelbar im endgültigen Druckschritt auf dem Kleidungsstück erzeugt wird, sondern über ein Transfermedium beziehungsweise Transfersystem auf das Textil gelangt.
Dazu können verschiedene technische Systeme gehören.
Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen:
Transferdruck ist steif.
oder:
Transferdruck hält weniger lange.
Die tatsächlichen Eigenschaften hängen vom jeweiligen Verfahren und Produkt ab.
Sublimationsdruck
Sublimation funktioniert nach einem anderen Prinzip.
Bei geeigneten Anwendungen werden Farbstoffe durch Wärme in einen Zustand gebracht, in dem sie sich mit geeignetem polyesterbasiertem Material verbinden können.
Welche Textilien eignen sich für Sublimation?
Sublimation benötigt geeignete:
- polyesterbasierte Materialien
- Oberflächen beziehungsweise Beschichtungen
- Farbkonfigurationen
Besonders günstig sind häufig helle geeignete Polyestertextilien.
Warum funktioniert Sublimation nicht einfach auf jedem T-Shirt?
Ein klassisches dunkles Baumwollshirt kann nicht einfach wie ein geeignetes helles Polyester-Sublimationsprodukt behandelt werden.
Das Verfahren besitzt spezifische Materialanforderungen.
Sublimation für Sportbekleidung
Je nach Produkt kann Sublimation interessant sein für:
- Sportshirts
- Trikots
- Funktionsbekleidung
- bestimmte Teamwear
Voraussetzung ist immer die technische Eignung des Artikels.
Sublimation und Haptik
Bei geeigneten Sublimationsanwendungen liegt nicht wie bei einem klassischen Transfer eine zusätzliche geschlossene Folienfläche auf der Oberfläche.
Das kann bei Sportbekleidung interessant sein.
DTG-Druck
DTG bedeutet „Direct to Garment“.
Dabei wird das Motiv mit einem geeigneten Drucksystem direkt auf das Kleidungsstück gedruckt.
DTG ist damit etwas anderes als DTF.
DTG und DTF unterscheiden
DTF
Direct to Film
Das Motiv wird zunächst auf einen speziellen Film gedruckt und anschließend übertragen.
DTG
Direct to Garment
Das Motiv wird direkt auf das geeignete Kleidungsstück gedruckt.
Für welche Textilien ist DTG interessant?
DTG wird insbesondere mit dafür geeigneten Baumwoll- beziehungsweise baumwollreichen Textilien in Verbindung gebracht.
Material, Vorbehandlung, Drucksystem und Fixierung müssen zueinander passen.
DTG sollte deshalb nicht pauschal für jedes Textil empfohlen werden.
Was bedeutet „Digitaldruck“?
„Digitaldruck“ ist ein vergleichsweise weiter Begriff.
Er kann im Textilbereich unterschiedliche digitale Drucksysteme beschreiben.
Für Kunden ist deshalb die Aussage:
„Wir verwenden Digitaldruck.“
allein oft wenig hilfreich.
Entscheidender ist:
Welches konkrete Verfahren wird für mein Textil verwendet und warum?
Was ist DTV?
Der Begriff DTV existiert tatsächlich, ist aber nicht mit DTF gleichzusetzen.
DTV wird beispielsweise von Siser für „Direct to Vinyl“ verwendet. Dabei wird direkt auf ein spezielles, anschließend thermisch übertragbares Vinylmaterial gedruckt. Siser beschreibt EasyColor DTV insbesondere als mit Desktop-Inkjet-Druckern bedruckbares Transfermaterial. (Siser North America)
DTV ist damit kein allgemeiner Sammelbegriff für professionellen digitalen Textildruck und sollte nicht mit DTF („Direct to Film“) verwechselt werden. (Siser North America)
DTF oder DTV?
| Kürzel | Bedeutung | Prinzip |
|---|---|---|
| DTF | Direct to Film | Druck auf speziellen Film, anschließend Transfer |
| DTV | Direct to Vinyl | Druck auf geeignetes Vinyl-Transfermaterial |
| DTG | Direct to Garment | direkter Druck auf das Kleidungsstück |
Für einen professionellen Printex24-Text sollte daher nicht versehentlich „DTV“ geschrieben werden, wenn eigentlich DTF gemeint ist.
Welches Verfahren für ein Firmenlogo?
Das hängt maßgeblich vom Logo ab.
Einfaches einfarbiges Firmenlogo
Mögliche Verfahren:
- Siebdruck
- Flex
- DTF
- Stickerei
Mehrfarbiges Firmenlogo
Möglich beispielsweise:
- DTF
- Siebdruck
- Stickerei
je nach Material, Stückzahl und Motiv.
Logo mit Farbverlauf
Häufig interessanter:
- DTF
- geeigneter digitaler Druck
Großes Rückenlogo
Häufig eher:
- Textildruck
als eine sehr große Maschinenstickerei.
Welches Verfahren für Mitarbeiternamen?
Geeignet können sein:
- Flexdruck
- DTF
- Maschinenstickerei
Die Wahl hängt von Textil und gewünschter Optik ab.
Welches Verfahren für Vereinsnummern?
Für große Nummern sind häufig geeignet:
- Flex
- Flock
- andere geeignete Textildruckverfahren
Eine sehr große gestickte Rückennummer wäre aufgrund von Stichzahl und Materialsteifigkeit in vielen Fällen weniger sinnvoll.
Textildruck auf T-Shirts
T-Shirts können abhängig von Material und Motiv beispielsweise veredelt werden mit:
- DTF
- Siebdruck
- Flex
- Flock
- anderen geeigneten Druckverfahren
Baumwoll-T-Shirts
Baumwolle kann für verschiedene Druckverfahren geeignet sein.
Eine Aussage wie:
100 % Baumwolle garantiert hervorragenden Druck
wäre jedoch falsch.
Entscheidend sind zusätzlich:
- Oberflächenstruktur
- Garn
- Stoffqualität
- Färbung
- Behandlung
Polyester-T-Shirts
Bei Polyester muss insbesondere auf:
- Hitzebeständigkeit
- Migration
- Elastizität
geachtet werden.
Textildruck auf Poloshirts
Poloshirts besitzen häufig eine strukturierte Piqué-Oberfläche.
Diese Struktur kann die Wiedergabe sehr feiner Druckdetails beeinflussen.
Mögliche Verfahren:
- DTF
- Siebdruck
- Flex
- geeignete Transfers
Für kleine Brustlogos ist zusätzlich Stickerei sehr beliebt.
Textildruck auf Sweatshirts
Sweatshirts bieten häufig größere, relativ stabile Flächen.
Dadurch eignen sie sich beispielsweise für:
- Firmenlogos
- Vereinsmotive
- Eventdesigns
- Merchandise
Hoodies bedrucken
Bei Hoodies sind besonders zu beachten:
- Kapuze
- Kordeln
- Kängurutasche
- Nähte
Auf dem Rücken kann die Kapuze den oberen Teil eines Motivs verdecken.
Die Druckposition sollte deshalb entsprechend geplant werden.
Oversize Hoodies bedrucken
Oversize Hoodies bieten viel Gestaltungsfläche.
Eine moderne Kombination kann beispielsweise sein:
Brust: kleines Firmen- oder Markenlogo
Rücken: größeres Grafikmotiv
Sweatjacken bedrucken
Bei Sweatjacken unterbricht der Reißverschluss die Front.
Ein großes mittiges Frontmotiv ist deshalb häufig weniger geeignet.
Mögliche Positionen:
- linke Brust
- rechte Brust
- Rücken
- Ärmel
Arbeitskleidung bedrucken
Bei Arbeitskleidung sind zusätzliche Kriterien wichtig.
Zum Beispiel:
- Waschbarkeit
- mechanische Beanspruchung
- Material
- Beschichtung
- Arbeitsplatz
- mögliche Schutzfunktion
Arbeitskleidung und PSA
Normale bedruckte Firmenkleidung ist nicht automatisch persönliche Schutzausrüstung.
Wenn Schutzkleidung erforderlich ist, muss geprüft werden, ob eine Veredelung die vorgeschriebenen Schutzbereiche beeinflusst.
Softshell bedrucken
Softshell stellt besondere Anforderungen.
Relevant sind:
- Beschichtung
- Membran
- Hitzebeständigkeit
- Materialoberfläche
- Migration
Ein Transfer, der auf einem Baumwollshirt funktioniert, muss nicht automatisch für eine Softshelljacke geeignet sein.
Regenjacken bedrucken
Bei Regen- und Wetterschutzbekleidung müssen ebenfalls:
- Beschichtung
- Membran
- Hitze
- Klebstoff
- Druckposition
geprüft werden.
Sportbekleidung bedrucken
Bei Sporttextilien sind besonders wichtig:
- Elastizität
- Material
- Feuchtigkeitstransport
- Gewicht
- Druckfläche
Ein sehr großes geschlossenes Transfermotiv kann lokal die Luftdurchlässigkeit verändern.
Funktionsshirt ist nicht gleich Polyester-Shirt
Polyester bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt:
- feuchtigkeitsregulierend
- atmungsaktiv
- schnelltrocknend
ist.
Diese Eigenschaften müssen für das konkrete Textil ausgewiesen sein.
Textildruck auf Fremdtextilien
Auch bei vom Kunden bereitgestellten Textilien kann geprüft werden, ob eine Veredelung möglich ist.
Relevant sind beispielsweise:
- Material
- Beschichtung
- Alter
- Zustand
- Nähte
- Hitzebeständigkeit
- vorhandene Ausrüstung des Stoffes
Nicht jedes Fremdtextil ist technisch für jede Druckart geeignet.
Druckpositionen
Typische Positionen sind:
- linke Brust
- rechte Brust
- mittlere Front
- Rücken
- Ärmel
- Nacken
- Bein
Firmenlogo auf der Brust
Für Mitarbeiterkleidung kann ein kleines Brustlogo besonders sinnvoll sein.
Es wirkt häufig zurückhaltender als ein großformatiges Frontmotiv.
Rückenprint
Große Rückenflächen eignen sich insbesondere für:
- Firmenname
- SERVICE
- TEAM
- CREW
- Vereinsname
- Eventmotive
Ärmel
Mögliche Inhalte:
- Standort
- Sponsor
- Zusatzlogo
- Gründungsjahr
Logo-Größe richtig wählen
Ein Motiv sollte nicht automatisch so groß wie technisch möglich produziert werden.
Relevant sind:
- Textilgröße
- Motivproportion
- Sichtabstand
- gewünschte Wirkung
- Druckverfahren
Mitarbeiterkleidung
Bei Corporate Fashion ist häufig ein kleineres Logo ausreichend.
Promotion
Bei Promotion und Events kann eine größere Gestaltung sinnvoll sein.
Merchandise
Bei Merchandise sollte das Motiv als Design funktionieren und nicht lediglich wie eine überdimensionierte Werbefläche wirken.
Firmenfarben im Textildruck
Corporate-Farben können bei der Druckvorbereitung berücksichtigt werden.
Dabei können beispielsweise vorliegen:
- Pantone
- HKS
- CMYK
- RGB
- HEX
Eine absolut identische Farbwiedergabe auf unterschiedlichen:
- Textilien
- Druckverfahren
- Stofffarben
kann jedoch nicht pauschal garantiert werden.
Dunkles oder helles Textil?
Die Textilfarbe beeinflusst die Drucktechnik.
Ein gelbes Logo auf einem weißen T-Shirt stellt andere Anforderungen als dasselbe Logo auf:
schwarzem Polyester
Daher sollten Textilfarbe und Drucksystem gemeinsam geplant werden.
Druckdaten richtig vorbereiten
Hilfreiche Dateien sind beispielsweise:
- EPS
- AI
- SVG
- hochauflösendes PNG
Vektorgrafiken
Für viele Logos sind Vektordaten besonders hilfreich.
Sie können ohne klassischen Auflösungsverlust skaliert werden.
Pixelgrafiken
Bei Bildern sind ausreichend große Ausgangsdaten wichtig.
Eine kleine Grafik aus einer E-Mail-Signatur ist für einen großen Rückenprint häufig ungeeignet.
Problematische Dateien
Zum Beispiel:
- Screenshots
- kleine JPG-Dateien
- Messenger-Bilder
- Logos aus Webseiten
- fotografierte Vorlagen
Printex24 kann prüfen, ob eine Datenaufbereitung notwendig ist.
Auflösung allein reicht nicht
Ein hochauflösendes Bild ist nicht automatisch druckfertig.
Zusätzlich wichtig sind:
- Motivaufbau
- Farben
- Transparenzen
- Konturen
- tatsächliche Endgröße
Textildruck für Unternehmen
Unternehmen können Textildruck nutzen für:
- Firmenbekleidung
- Außendienst
- Service
- Lager
- Veranstaltungen
- Messe
- Promotion
Beispiel Außendienst
Poloshirt: kleines Brustlogo
Softshelljacke: Firmenlogo
Mitarbeitername: optional
Beispiel Service
Brust: Firmenlogo
Rücken: SERVICE
Beispiel Messe
Front: Firmenlogo
Rücken: Firmenname oder Kampagnenmotiv
Textildruck für Vereine
Vereine können beispielsweise individualisieren:
- T-Shirts
- Poloshirts
- Hoodies
- Trikots
- Sporthosen
- Jacken
Mögliche Motive:
- Vereinswappen
- Vereinsname
- Spielernamen
- Nummer
- Sponsorlogo
Textildruck für Schulen und Organisationen
Auch möglich für:
- Schulkleidung
- Abschlusskleidung
- Hochschulgruppen
- Organisationen
- Helferteams
- Veranstaltungen
Textildruck für Gastronomie
Geeignet beispielsweise für:
- T-Shirts
- Poloshirts
- Schürzen
- geeignete Servicebekleidung
Hier sollte die benötigte Waschbarkeit frühzeitig geklärt werden.
Textildruck und Corporate Fashion
Textildruck kann Bestandteil einer vollständigen Firmenkollektion sein.
Beispiel:
T-Shirt
Textildruck
Poloshirt
Stickerei
Hoodie
Textildruck
Softshelljacke
je nach Material Textildruck oder Stickerei
Dadurch muss nicht zwangsläufig jedes Kleidungsstück mit derselben Technik veredelt werden.
Textildruck und Stickerei kombinieren
Beide Verfahren können gezielt kombiniert werden.
Ein mögliches Firmenkonzept:
Poloshirts: Firmenlogo gestickt
Mitarbeiter-T-Shirts: Firmenlogo im Textildruck
Hoodies: Rückenprint
Jacken: kleines Brustlogo gestickt
Was ist besser: Druck oder Stick?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
Stickerei kann interessant sein für
- kleine Logos
- Namen
- Vereinswappen
- textile, erhabene Optik
Textildruck kann interessant sein für
- große Motive
- Farbverläufe
- komplexe Grafiken
- Fotos
- große Rückenflächen
Ist Siebdruck immer haltbarer?
Nein.
Die Nutzungsdauer hängt ab von:
- Farbsystem
- Textil
- Produktion
- Nutzung
- Pflege
Auch andere professionelle Drucksysteme können bei geeigneter Anwendung eine hohe Beständigkeit erreichen.
Ist Stickerei immer langlebiger?
Auch das kann nicht pauschal behauptet werden.
Stickerei besitzt zwar eine andere Konstruktion als Druck, aber die Nutzungsdauer des gesamten Kleidungsstücks hängt weiterhin von:
- Textil
- Garn
- Stickausführung
- Nutzung
- Pflege
ab.
Was kostet Textildruck?
Die Kosten hängen unter anderem ab von:
- Textil
- Stückzahl
- Verfahren
- Motivgröße
- Anzahl der Druckpositionen
- Farbigkeit
- Personalisierung
Beispiel 1
500 identische einfarbige T-Shirts
können wirtschaftlich eine andere Drucklösung nahelegen als:
Beispiel 2
25 Hoodies mit 25 unterschiedlichen Namen und mehrfarbigem Logo
Deshalb sollte nicht nur nach einem pauschalen „Preis pro Druck“ gefragt werden.
Personalisierung
Individuelle:
- Namen
- Nummern
- Funktionen
verändern den Produktionsaufwand.
Ein Auftrag mit:
100 identischen Textilien
ist organisatorisch anders als:
100 individuell personalisierte Textilien.
Pflege bedruckter Textilien
Die richtige Pflege hängt ab von:
- Grundtextil
- Druckverfahren
- Herstellerangaben
Keine pauschale Waschtemperatur
Es wäre falsch zu behaupten, sämtliche bedruckten Textilien könnten automatisch bei:
- 40 °C
- 60 °C
- 90 °C
gewaschen werden.
Das konkrete Produkt ist entscheidend.
Auf links waschen
Je nach Drucksystem kann das Waschen auf links helfen, die bedruckte Oberfläche vor zusätzlicher mechanischer Reibung zu schützen.
Trockner
Nicht jedes Textil und nicht jede Veredelung ist für den Trockner geeignet.
Die Pflegehinweise sollten beachtet werden.
Direkt über den Druck bügeln?
Bei vielen Transfers sollte direkte hohe Bügeltemperatur auf dem Motiv vermieden werden.
Auch hier gelten die jeweiligen Pflegehinweise.
Industriewäsche
Wenn Textilien industriell gewaschen werden sollen, muss dies bereits bei:
- Artikelauswahl
- Druckverfahrensauswahl
berücksichtigt werden.
Normale Corporate-Fashion-Textilien sind nicht automatisch industriewäschegeeignet.
Nachhaltigkeit beim Textildruck
Auch bei Textildruck sollte Nachhaltigkeit nicht mit einfachen Pauschalaussagen beworben werden.
Relevant sind unter anderem:
- Grundtextil
- Material
- Produktionsverfahren
- Nutzungsdauer
- Pflege
- tatsächliche Verwendung
Lange Nutzung ist wichtig
Ein bedrucktes Kleidungsstück, das häufig und über längere Zeit genutzt wird, kann sinnvoller sein als ein Textil, das ausschließlich für einen einzigen kurzen Anlass produziert wird.
Nachhaltige Materialien
Je nach Artikel können verfügbar sein:
- Bio-Baumwolle
- Recyclingmaterialien
- bestimmte Zertifizierungen
Solche Angaben müssen immer am konkreten Textil geprüft werden.
Häufige Fehler beim Textildruck
DTF mit DTG verwechseln
DTF und DTG sind unterschiedliche Verfahren.
DTF mit DTV verwechseln
Auch DTV ist kein anderer Name für DTF.
DTF als Druck auf Papier beschreiben
Bei DTF wird auf einen speziellen Film gedruckt.
Siebdruck nur für Baumwolle empfehlen
Geeignete Misch- und Synthetikmaterialien können ebenfalls bedruckbar sein.
Siebdruck ab einer festen Stückzahl empfehlen
Die Wirtschaftlichkeit ist auftragsabhängig.
Digitaldruck ohne Verfahren nennen
„Digitaldruck“ allein sagt technisch wenig aus.
Polyester automatisch als Funktionsmaterial bezeichnen
Die Faser allein bestimmt keine Feuchtigkeitsfunktion.
Großflächige Transfers ohne Haptikprüfung einsetzen
Die Fläche kann fühlbarer werden.
Waschbeständigkeit pauschal versprechen
Grundtextil und Verfahren müssen zusammen betrachtet werden.
Praxisbeispiel 1 – Firmen-T-Shirt
Textil: Baumwoll-T-Shirt
Brust: Firmenlogo
Rücken: Firmenname
Verfahren: abhängig von Stückzahl und Motiv beispielsweise DTF oder Siebdruck
Praxisbeispiel 2 – Mitarbeiterpolo
Textil: Piqué-Poloshirt
Linke Brust: Firmenlogo
Rechte Brust: Mitarbeitername
Je nach gewünschter Optik beispielsweise Textildruck oder Maschinenstickerei.
Praxisbeispiel 3 – Vereins-Hoodie
Brust: Vereinswappen
Rücken: Vereinsname
Ärmel: Sponsorlogo
Praxisbeispiel 4 – Servicebekleidung
Brust: Firmenlogo
Rücken: SERVICE
Verfahren: material- und mengenabhängig
Praxisbeispiel 5 – Sportteam
Trikot: Vereinslogo
Rücken: Name + Nummer
Hier muss das Verfahren auf das konkrete Sportmaterial abgestimmt werden.
Welche Angaben benötigt Printex24?
Für eine konkrete Anfrage sind hilfreich:
- gewünschtes Textil
- Einsatzbereich
- Stückzahl
- Größen
- Farben
- Firmenlogo oder Vereinswappen
- Motivgröße
- gewünschte Position
- Personalisierungen
- notwendige Pflegeeigenschaften
- gewünschter Termin
So läuft ein Textildruckauftrag ab
1. Textil auswählen
Geprüft werden:
- Material
- Schnitt
- Farbe
- Größen
- Pflege
2. Motiv übermitteln
Zum Beispiel:
- Firmenlogo
- Vereinswappen
- Grafik
- Slogan
3. Druckdaten prüfen
Bewertet werden:
- Auflösung
- Vektordaten
- Farben
- Detailgrad
- Motivgröße
4. Textilmaterial prüfen
Relevant sind beispielsweise:
- Baumwolle
- Polyester
- Mischgewebe
- Beschichtung
- Elastizität
5. Druckverfahren bestimmen
Je nach Auftrag beispielsweise:
- DTF
- Siebdruck
- Flex
- Flock
- Sublimation bei geeigneten Produkten
- andere passende Transferverfahren
6. Motivposition festlegen
Zum Beispiel:
- Brust
- Front
- Rücken
- Ärmel
- Nacken
7. Personalisierungen erfassen
Optional:
- Name
- Nummer
- Funktion
- Standort
8. Größenlisten kontrollieren
Besonders bei individualisierten Aufträgen sollten Größen und Namen eindeutig zugeordnet werden.
9. Produktion
Die Textilien werden mit dem abgestimmten Verfahren veredelt.
10. Qualitätskontrolle
Kontrolliert werden unter anderem:
- Motivposition
- Druckbild
- Schreibweisen
- Personalisierungen
- Stückzahl
Textildruck bei Printex24
Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in Textildruck, Maschinenstickerei und Firmenbekleidung unterstützt Printex24 Unternehmen, Vereine, Teams und Organisationen bei der individuellen Veredelung geeigneter Textilien.
Mögliche Produkte:
- T-Shirts
- Poloshirts
- Sweatshirts
- Sweater
- Hoodies
- Oversize Hoodies
- Sweatjacken
- Funktionsshirts
- Arbeitskleidung
- Sportbekleidung
- Jacken
- Westen
- Taschen
Mögliche Veredelungen:
- Firmenlogo
- Vereinswappen
- Mitarbeitername
- Funktion
- Abteilung
- Spielernummer
- Sponsorlogo
- Eventmotiv
Printex24 unterstützt bei:
- Auswahl geeigneter Textilien
- Prüfung des Materials
- Druckdatenaufbereitung
- Motivpositionierung
- DTF
- Siebdruck
- Flexdruck
- Flockdruck
- geeigneten Transferverfahren
- Sublimation bei geeigneten Produkten
- Maschinenstickerei als Alternative
- Personalisierungen
- Nachbestellungen
- Qualitätskontrolle
Sie müssen vor Ihrer Anfrage nicht selbst entscheiden, welches Druckverfahren das richtige ist.
Senden Sie Printex24 Ihr Logo oder Motiv sowie Angaben zu gewünschtem Textil, Stückzahl, Größen, Farben und Einsatzzweck.
Wir prüfen, welches Verfahren technisch, optisch und wirtschaftlich zu Ihrem Auftrag passt.
Jetzt Textilien bei Printex24 professionell bedrucken lassen und individuelles Angebot anfordern.
Autor: Klaus Unterseer, Inhaber von Printex24