Textilien besticken lassen und veredeln
Textilien besticken lassen: Was eignet sich?
Wer Textilien besticken lassen möchte, steht häufig zunächst vor der Frage, ob das gewünschte Kleidungsstück überhaupt für Maschinenstickerei geeignet ist. Denn Poloshirt, Fleecejacke, Softshell, Hemd, Mütze und Handtuch reagieren sehr unterschiedlich auf Nadel, Garn, Stichdichte und Stabilisierung.
Printex24 veredelt geeignete Textilien mit Firmenlogo, Vereinslogo, Namen, Initialen, Funktionen und individuellen Schriftzügen. Dabei wird nicht jede Vorlage unverändert auf jedes Material übertragen. Vor der Produktion sollte geprüft werden, welche Stickgröße, Stichdichte und Position zur jeweiligen Textilie passen.
Dieser Beitrag konzentriert sich deshalb bewusst auf die Eignung unterschiedlicher Textilien für Stickerei. Damit grenzt er sich von allgemeinen Seiten über Firmenkleidung, Textilveredelung oder einzelne Produkte ab und vermeidet unnötigen doppelten Content.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Nicht jedes Textil eignet sich gleichermaßen für jede Stickerei.
- Materialstärke, Elastizität und Oberflächenstruktur beeinflussen das Stickbild.
- Poloshirts, Sweatshirts, Fleece, Caps, Mützen und viele Jacken eignen sich häufig gut für kompakte Stickmotive.
- Sehr leichte oder elastische Stoffe benötigen eine besonders angepasste Stickdatei.
- Bei Softshell und Funktionsjacken können Membranen oder Beschichtungen die Veredelung einschränken.
- Frottier benötigt wegen seiner Schlingenstruktur häufig eine besondere Stabilisierung beziehungsweise einen geeigneten Topper.
- Große, dicht gefüllte Motive können Textilien lokal versteifen.
- Für Fotos, echte Farbverläufe und sehr große Motive kann Textildruck geeigneter sein.
- Für Maschinenstickerei wird aus dem Logo eine technische Stickdatei erstellt.
- Printex24 führt je nach Hersteller, Modell, Artikel und Farbe Firmenkleidung bis 15XL.
Welche Textilien kann man besticken lassen?
Grundsätzlich kommen sehr unterschiedliche Textilien infrage.
Zum Beispiel:
- Poloshirts
- T-Shirts
- Hemden
- Blusen
- Sweatshirts
- Sweatjacken
- Hoodies
- Oversize Hoodies
- Fleecejacken
- Westen
- Softshelljacken
- Arbeitsjacken
- Winterjacken
- Caps
- Mützen
- Handtücher
- Taschen
- weitere geeignete Textilien
Die entscheidende Frage lautet allerdings nicht nur:
„Kann man dieses Textil besticken?“
Sondern:
„Wie muss die Stickerei aufgebaut sein, damit sie zu diesem Textil passt?“
Warum das Material für die Stickerei entscheidend ist
Eine Stickmaschine arbeitet mit Nadel und Garn direkt durch das Textil.
Dadurch beeinflussen verschiedene Materialeigenschaften das Ergebnis:
- Stoffdicke
- Elastizität
- Gewebestruktur
- Flor
- Beschichtung
- Membran
- Futter
- Wattierung
Eine Stickdatei sollte deshalb nicht unabhängig vom Grundmaterial betrachtet werden.
Poloshirts besticken
Poloshirts gehören zu den klassischen Textilien für Maschinenstickerei.
Besonders häufig werden gestickt:
- Firmenlogo
- Vereinswappen
- Mitarbeitername
- Funktion
Typische Position:
linke Brust
Für viele Brustlogos können etwa 7 bis 10 cm Breite als erste Orientierung dienen.
Die tatsächliche Größe hängt vom Logo ab.
Piqué als Stickuntergrund
Viele Poloshirts besitzen eine leicht strukturierte Piqué-Oberfläche.
Diese kann kompakte Stickmotive gut aufnehmen.
Sehr kleine Details müssen dennoch geprüft werden, da die Oberflächenstruktur Einfluss auf die Darstellung haben kann.
T-Shirts besticken
Auch geeignete T-Shirts können bestickt werden.
Hier ist jedoch mehr Zurückhaltung sinnvoll.
Leichter Jersey ist häufig:
- dünner
- elastischer
- weniger stabil
als ein klassisches Polo oder Sweatshirt.
Deshalb eignen sich besonders:
- kleine Brustlogos
- Namen
- kompakte Symbole
Große Stickerei auf T-Shirts
Ein großes, dicht gefülltes Motiv kann auf leichtem Jersey:
- den Stoff verziehen
- die Fläche versteifen
- schwer auf dem Material liegen
Für große T-Shirt-Motive ist daher häufig Textildruck die bessere Lösung.
Hemden besticken lassen
Hemden können mit einem dezenten Firmenlogo oder Namen individualisiert werden.
Geeignete Positionen sind beispielsweise:
- Brust
- Ärmel
- Kragenbereich bei geeigneter Konstruktion
Bei feinen Hemdstoffen muss die Stickdichte besonders sorgfältig abgestimmt werden.
Blusen besticken
Für Blusen gelten ähnliche Anforderungen.
Gerade leichte Stoffe können empfindlich auf:
- hohe Stichdichte
- große Füllflächen
- schwere Motive
reagieren.
Ein kleines Logo kann hier häufig besser funktionieren als eine großflächige Stickerei.
Sweatshirts besticken
Sweatshirts bieten meist eine stabilere Grundlage als leichte T-Shirts.
Geeignet sind beispielsweise:
- Brustlogo
- Vereinslogo
- Name
- kurzer Schriftzug
Große Sweatshirt-Stickerei
Auch bei kräftigerem Sweatmaterial gilt:
Sehr große, dicht gestickte Flächen können das Textil lokal versteifen.
Ein großes Rückenmotiv muss deshalb nicht automatisch gestickt werden.
Textildruck kann in solchen Fällen leichter und wirtschaftlicher sein.
Sweatjacken besticken
Bei Sweatjacken muss zusätzlich der Reißverschluss berücksichtigt werden.
Ein mittig platziertes Frontmotiv ist bei einem durchgehenden Reißverschluss meistens nicht sinnvoll.
Typisch:
Linke Brust: Firmenlogo
Rechte Brust: Name oder Funktion
Hoodies besticken
Hoodies können beispielsweise veredelt werden mit:
- Brustlogo
- kleinem Schriftzug
- Vereinswappen
Bei Rückenmotiven ist zu berücksichtigen, dass die Kapuze Teile der Stickerei verdecken kann.
Oversize Hoodies
Auch Oversize Hoodies können individuell veredelt werden.
Sie bieten große Flächen, eignen sich aber nicht automatisch für riesige Stickmotive.
Besonders interessant können sein:
- kleines Brustlogo
- dezente Ton-in-Ton-Stickerei
- Kombination aus Bruststick und Rückenprint
Fleece besticken
Fleece besitzt eine weiche, teilweise hochflorige Oberfläche.
Hier kann je nach Material ein geeigneter Topper helfen, damit die Stiche nicht zu stark im Flor verschwinden.
Besonders geeignet sind häufig:
- Firmenlogo
- Vereinslogo
- Mitarbeitername
Warum Fleece anders behandelt wird
Der Flor kann kleine Stiche optisch aufnehmen.
Deshalb sollten:
- Linien
- Schrift
- Stichdichte
an die Oberfläche angepasst werden.
Softshelljacken besticken
Softshell eignet sich bei vielen Modellen für Stickerei.
Allerdings muss der Materialaufbau geprüft werden.
Besonders wichtig sind:
- Membran
- Beschichtung
- Futter
- Taschen
- Reißverschlüsse
Membran und Stickerei
Bei einer Stickerei durchdringt die Nadel das Material.
Besitzt eine Softshelljacke eine Membran, können dadurch kleine Einstichstellen entstehen.
Diese können die funktionellen Eigenschaften im unmittelbaren Stickbereich beeinflussen.
Deshalb sollten solche Produkte vor der Veredelung technisch geprüft werden.
Arbeitsjacken besticken
Arbeitsjacken können Firmenlogos besonders sichtbar tragen.
Geeignete Positionen können sein:
- Brust
- Ärmel
- Rücken
Dabei müssen berücksichtigt werden:
- Taschen
- Nähte
- Reißverschlüsse
- Futter
Arbeitskleidung ist nicht automatisch PSA
Eine bestickte Firmenjacke ist nicht automatisch persönliche Schutzausrüstung.
Wenn ein Kleidungsstück zertifizierte Schutzfunktionen besitzt, muss geprüft werden, ob die Veredelung diese Funktion beeinflussen kann.
Winterjacken besticken
Gefütterte und gesteppte Jacken stellen besondere Anforderungen.
Zu beachten sind:
- Wattierung
- Kammern
- Futter
- Außenmaterial
- Beschichtung
Eine Stickerei kann gegebenenfalls Außenmaterial und Füllkammern durchdringen.
Deshalb ist nicht jede Position sinnvoll.
Westen besticken
Auch Westen bieten häufig gute Flächen für ein Firmenlogo.
Typische Position:
Brust
Bei wattierten oder gesteppten Westen gelten ähnliche Einschränkungen wie bei Winterjacken.
Caps besticken
Caps gehören zu den klassischen Stickprodukten.
Möglich sind beispielsweise:
- Firmenlogo
- Vereinslogo
- Initialen
- kurzer Schriftzug
Die Konstruktion einer Cap unterscheidet sich deutlich von einem flachen Textil.
Die Stickdatei muss deshalb entsprechend angepasst werden.
Mützen besticken
Beanies und Strickmützen sind elastisch und strukturiert.
Besonders wichtig sind:
- Motivgröße
- Stickdichte
- Stabilisierung
- Materialdehnung
Sehr kleine Details können in der Strickstruktur verloren gehen.
Handtücher besticken
Frottier stellt wiederum ganz andere Anforderungen.
Durch den Flor beziehungsweise die Schlingenstruktur kann das Motiv teilweise einsinken.
Je nach Handtuch können deshalb eingesetzt werden:
- Stabilisierung
- geeigneter Sticktopper
- angepasste Stichdichte
Stickerei auf der Handtuchbordüre
Besitzt das Handtuch eine glattere Bordüre, kann diese eine geeignete Position für Logos oder Schriftzüge sein.
Entscheidend ist, ob:
- Bordürenhöhe
- Motivgröße
- Konstruktion
zusammenpassen.
Taschen besticken
Auch geeignete Stofftaschen, Rucksäcke oder andere textile Taschen können bestickt werden.
Hier können jedoch:
- Reißverschlüsse
- Innenfutter
- kleine Zugangsflächen
- Taschenaufteilungen
die Stickposition einschränken.
Leder besticken?
Bei geeigneten Leder- oder lederähnlichen Materialien kann Maschinenstickerei grundsätzlich möglich sein.
Allerdings hinterlässt jeder Nadelstich dauerhaft ein Loch.
Fehler oder falsche Stichdichten können deshalb deutlich kritischer sein als bei vielen Geweben.
Das konkrete Material muss vorab geprüft werden.
Seide und sehr feine Stoffe
Sehr leichte und empfindliche Stoffe stellen hohe Anforderungen an die Veredelung.
Große Stickflächen können hier ungeeignet sein.
Eine pauschale Aussage, sämtliche Seidenstoffe könnten problemlos bestickt werden, wäre deshalb falsch.
Nicht jedes Material benötigt dieselbe Stickdatei
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Anpassung des Motivs an das Textil.
Dasselbe Firmenlogo kann beispielsweise auf:
- Poloshirt
- Fleece
- Cap
- Handtuch
unterschiedliche Stickparameter benötigen.
Was ist eine Stickdatei?
Eine professionelle Stickdatei enthält unter anderem:
- Sticharten
- Stichrichtungen
- Stichdichte
- Unterlegstiche
- Zugausgleich
- Garnfarben
- Farbwechsel
- Fadenschnitte
Die Datei bestimmt, wie das Logo tatsächlich aufgebaut wird.
Grafikdatei ist nicht Stickdatei
Eine:
- SVG
- AI
- EPS
- PNG
kann eine gute Vorlage sein.
Sie enthält aber noch nicht automatisch alle Informationen, die eine Stickmaschine benötigt.
Vorhandene DST-Dateien
Eine vorhandene DST-Datei kann geprüft werden.
Sie ist jedoch nicht automatisch optimal für:
- eine andere Stickgröße
- ein anderes Material
- eine andere Position
Kleine Schrift
Sehr kleine Schrift gehört zu den häufigsten Problemen.
Beispiele:
- Website-Adresse
- Telefonnummer
- kleiner Claim
- lange Unterzeile
Ein vereinfachtes Logo kann auf Textilien häufig besser wirken.
Feine Linien
Extrem dünne Linien aus einer Grafik können nicht beliebig in Garn übertragen werden.
Die textile Umsetzung besitzt physikalische Grenzen.
Farbverläufe
Echte kontinuierliche Farbverläufe können nicht identisch wie im Digitaldruck gestickt werden.
Eine optische Annäherung ist teilweise durch:
- unterschiedliche Garnfarben
- spezielle Stichrichtungen
möglich.
Für grafisch komplexe Verläufe ist Textildruck häufig geeigneter.
Fotos sticken?
Fotorealistische Motive gehören nicht zu den typischen Stärken klassischer Maschinenstickerei.
Wenn ein Foto möglichst detailgetreu auf ein Textil übertragen werden soll, sollte eher ein geeignetes Druckverfahren geprüft werden.
Wie groß sollte ein Sticklogo sein?
Eine universelle Größe gibt es nicht.
Die optimale Größe hängt ab von:
- Textil
- Position
- Logoform
- Schrift
- Detailgrad
Große Stickflächen
Große Motive können:
- hohe Stichzahlen verursachen
- die Fläche versteifen
- das Textil verziehen
- mehr Gewicht erzeugen
Deshalb sollte die Stickgröße nicht nur nach maximaler Sichtbarkeit gewählt werden.
Stickfarben
Maschinenstickerei ermöglicht mehrfarbige Logos.
Möglich sind beispielsweise:
- einfarbige Schriftzüge
- mehrfarbige Firmenlogos
- Vereinswappen
Firmenfarben treffen
Vorhandene Farbreferenzen wie:
- Pantone
- HKS
- CMYK
- RGB
- HEX
können als Orientierung genutzt werden.
Eine exakt identische Darstellung zwischen Bildschirm, Druckfarbe, Textil und Stickgarn kann jedoch nicht garantiert werden.
Ton-in-Ton-Stickerei
Eine zurückhaltende Möglichkeit:
schwarzes Textil + schwarze Stickerei
oder:
Navy + Dunkelblau
Gerade bei Business- und Firmenkleidung kann das hochwertig und dezent wirken.
Kontraststickerei
Für stärkere Sichtbarkeit:
Schwarz + Weiß
Navy + Hellblau
Anthrazit + Rot
Firmenlogo auf Textilien
Unternehmen können Stickerei verwenden für:
- Mitarbeiterbekleidung
- Servicekleidung
- Außendienst
- Messe
- Empfang
- Gastronomie
- Handwerk
Ein Logo hilft dabei, Mitarbeiter sichtbar dem Unternehmen zuzuordnen.
Werbung nicht übertreiben
Ein sehr großes Firmenlogo ist nicht automatisch die bessere Werbung.
Gerade bei Kleidung, die regelmäßig getragen werden soll, kann eine kleinere Veredelung angenehmer und vielseitiger sein.
Mitarbeitername ergänzen
Eine klassische Kombination:
Linke Brust: Firmenlogo
Rechte Brust: Mitarbeitername
darunter:
Service
oder:
Vertrieb
Vereinstextilien besticken
Vereine können beispielsweise individualisieren:
- Polos
- Sweatshirts
- Sweatjacken
- Jacken
- Caps
- Mützen
Mögliche Motive:
- Vereinswappen
- Vereinsname
- Name
- Mannschaft
- Funktion
Trikots: Stickerei nicht automatisch ideal
Bei sehr leichten Sporttrikots kann Maschinenstickerei zu schwer oder zu steif sein.
Für solche Textilien können geeignete Druckverfahren die bessere Lösung darstellen.
Bilder bekannter Personen und geschützte Motive
Nicht jedes gewünschte Motiv darf einfach auf Textilien verwendet werden.
Das betrifft beispielsweise:
- Markenlogos
- Fotos bekannter Personen
- Comicfiguren
- Vereins- oder Firmenzeichen Dritter
Die notwendigen Nutzungsrechte müssen vorhanden sein.
Textilien besticken oder bedrucken?
Stickerei und Druck haben unterschiedliche Stärken.
| Motiv / Anwendung | Häufig geeignete Richtung |
|---|---|
| kleines Firmenlogo | häufig Stickerei |
| Vereinswappen | häufig Stickerei |
| Mitarbeitername | Stickerei, Flex oder DTF |
| großes Rückenmotiv | häufig Textildruck |
| Fotomotiv | Textildruck |
| Farbverlauf | Textildruck |
| kleines Emblem | Stickerei |
DTF
DTF steht für „Direct to Film“.
Das Motiv wird auf einen speziellen Film gedruckt und anschließend auf ein geeignetes Textil übertragen.
Das Verfahren kann beispielsweise interessant sein für:
- mehrfarbige Grafiken
- Farbverläufe
- individuelle Motive
- Personalisierungen
Siebdruck
Siebdruck kann besonders bei größeren identischen Auflagen interessant sein.
Die Wirtschaftlichkeit hängt ab von:
- Stückzahl
- Farbanzahl
- Motivgröße
- Textilfarbe
- Druckpositionen
- Einrichtungsaufwand
Flexdruck
Flex eignet sich besonders für:
- Namen
- Nummern
- Funktionen
- klare Schriftzüge
Stickerei und Textildruck kombinieren
Ein Auftrag muss nicht ausschließlich mit einem Verfahren umgesetzt werden.
Beispiel:
Brust: Firmenlogo gestickt
Rücken: SERVICE gedruckt
oder:
Brust: Vereinswappen gestickt
Rücken: großes Veranstaltungsmotiv gedruckt
Pflege der bestickten Textilien
Die Stickerei allein bestimmt nicht die Waschbarkeit.
Maßgeblich sind ebenfalls:
- Grundtextil
- Material
- Herstellerangaben
Keine pauschale Waschtemperatur
Nicht jedes Kleidungsstück kann automatisch bei:
- 60 °C
- 90 °C
- hohen Trocknertemperaturen
gewaschen beziehungsweise getrocknet werden.
Industriewäsche
Wenn industrielle Waschverfahren erforderlich sind, muss gezielt ein dafür ausgewiesenes Textil ausgewählt werden.
Normale Firmenbekleidung ist nicht automatisch industriewäschegeeignet.
Größen bis 15XL
Printex24 führt je nach Hersteller, Artikel, Modell und Farbe Firmenbekleidung bis 15XL.
Nicht jedes Produkt steht jedoch in jeder Größe zur Verfügung.
Was kostet das Besticken von Textilien?
Bei Maschinenstickerei hängen die Kosten unter anderem ab von:
- Textil
- Stückzahl
- Motivgröße
- Stichzahl
- Anzahl der Stickpositionen
- Personalisierungen
Stichzahl
Die Stichzahl ist ein wesentlicher Kostenfaktor.
Ein großflächiges, dicht ausgefülltes Logo benötigt mehr Maschinenlaufzeit als ein kleiner Schriftzug.
Farbanzahl
Mehrfarbige Motive sind möglich.
Die Anzahl der Farben bestimmt den Preis aber nicht allein.
Ein kleines mehrfarbiges Logo kann weniger aufwendig sein als ein großes einfarbiges Motiv.
Personalisierungen
Ein Auftrag mit:
100 identischen Firmenlogos
ist anders zu kalkulieren als:
100 Firmenlogos + 100 unterschiedliche Mitarbeiternamen.
Lieferzeit
Die Produktionsdauer hängt unter anderem ab von:
- Warenverfügbarkeit
- Stückzahl
- Artikelauswahl
- Logoaufbereitung
- Stickdatei
- Personalisierungen
- Produktionsauslastung
Eine pauschale Schnelllieferung sollte deshalb nicht versprochen werden.
Kein pauschales Creator-Versprechen
Ob bestimmte Online-Konfiguratoren, Upload-Funktionen oder automatisierte Preisberechnungen aktuell verfügbar sind, sollte nicht dauerhaft in einem Ratgeber versprochen werden.
Gerade bei Firmenlogos kann eine individuelle technische Prüfung sinnvoller sein als eine rein automatisierte Bestellung.
Keine pauschale Musterzusage
Ob vor einem Auftrag ein physisches Muster sinnvoll beziehungsweise verfügbar ist, hängt vom konkreten Projekt ab.
Deshalb sollte nicht generell versprochen werden, dass für jeden Auftrag automatisch ein Muster produziert wird.
Umweltangaben nur produktbezogen
Auch Aussagen wie:
„Wir verwenden ausschließlich umweltfreundliche Druckfarben“
sollten nur gemacht werden, wenn sie für das konkrete Verfahren und die eingesetzten Produkte dokumentiert sind.
Nachhaltigkeit sollte nicht pauschal, sondern produktbezogen kommuniziert werden.
Praxisbeispiel 1 – Fleecejacke
Einsatz: Außendienst
Motiv: Firmenlogo
Position: linke Brust
Die Stickdatei wird an die Florstruktur angepasst.
Praxisbeispiel 2 – Poloshirt
Einsatz: Verkauf
Motiv: Firmenlogo + Mitarbeitername
Position: linke und rechte Brust
Kompakte Stickerei für einen dezenten Firmenauftritt.
Praxisbeispiel 3 – T-Shirt
Einsatz: Event
Motiv: großes farbiges Veranstaltungslogo
Hier kann Textildruck geeigneter sein als Maschinenstickerei.
Praxisbeispiel 4 – Softshelljacke
Einsatz: Service
Motiv: Firmenlogo
Vor der Stickerei werden Materialaufbau, Membran und Position geprüft.
Praxisbeispiel 5 – Handtuch
Einsatz: Hotel
Motiv: kleines Hotellogo
Florhöhe und Bordüre werden bei der Positionierung berücksichtigt.
Praxisbeispiel 6 – Mütze
Einsatz: Winterausstattung
Motiv: Firmenlogo
Die Stickerei wird an Elastizität und Strickstruktur angepasst.
Häufige Fehler beim Besticken verschiedener Textilien
Dieselbe Stickdatei überall verwenden
Polo, Fleece und Handtuch besitzen unterschiedliche Oberflächen.
Große Stickerei automatisch als hochwertiger ansehen
Große Motive können das Textil unnötig versteifen.
Leichte Stoffe unterschätzen
Feines Jersey oder Hemdenstoffe benötigen eine besonders angepasste Stickerei.
Membranen ignorieren
Bei Funktionsjacken können Nadelstiche funktionelle Eigenschaften lokal beeinflussen.
Fotos unbedingt sticken wollen
Für fotorealistische Motive ist Textildruck häufig geeigneter.
Firmenfarben exakt garantieren
Stickgarn kann Referenzfarben annähern, aber nicht jedes Farbsystem identisch darstellen.
Geschützte Bilder ohne Rechte verwenden
Auch bei privater oder werblicher Textilveredelung können Nutzungsrechte erforderlich sein.
Textilien besticken lassen – der Ablauf
1. Einsatzbereich nennen
Zum Beispiel:
- Firmenbekleidung
- Verein
- Hotel
- Event
- Mitarbeiterkleidung
2. Textil auswählen
Geprüft werden:
- Material
- Oberfläche
- Konstruktion
- Größen
- Pflege
3. Logo übermitteln
Das Motiv wird auf seine technische Eignung geprüft.
4. Stickgröße bestimmen
Die Größe wird auf Textil und Motiv abgestimmt.
5. Position festlegen
Zum Beispiel:
- Brust
- Ärmel
- Rücken
- Vorderseite einer Mütze
- Handtuchbordüre
6. Stickdatei erstellen oder anpassen
Sticharten, Dichte und Aufbau werden festgelegt.
7. Garnfarben auswählen
Firmen- oder Vereinsfarben dienen als Orientierung.
8. Personalisierungen zuordnen
Optional:
- Mitarbeitername
- Funktion
- Mitgliedsname
- Initialen
9. Alternative Verfahren prüfen
Bei ungeeigneten Stickmotiven kann Textildruck die bessere Lösung sein.
10. Produktion und Qualitätskontrolle
Die Textilien werden entsprechend der abgestimmten Produktionsdaten veredelt und anschließend kontrolliert.
Textilien bei Printex24 besticken lassen
Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in Maschinenstickerei, Textildruck und Firmenbekleidung unterstützt Printex24 Unternehmen, Vereine und Organisationen bei der Auswahl und Veredelung geeigneter Textilien.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die pauschale Aussage, dass jedes Material beliebig bestickt werden kann. Entscheidend ist, die Stickerei technisch an das tatsächliche Textil anzupassen.
Printex24 unterstützt bei:
- Auswahl geeigneter Textilien
- Materialprüfung
- Größenplanung
- Prüfung Ihrer Logo-Datei
- Logoaufbereitung
- professioneller Stickdateierstellung
- Anpassung der Stickparameter
- Maschinenstickerei
- Garnfarbenauswahl
- Motivpositionierung
- Mitarbeiternamen
- Vereinslogos
- Personalisierungen
- Textildruck als Alternative oder Ergänzung
- Nachbestellungen
- Qualitätskontrolle
Sie möchten Textilien besticken lassen, wissen aber noch nicht, ob Ihr gewünschtes Kleidungsstück und Logo technisch gut zusammenpassen?
Senden Sie Printex24 Ihr Motiv sowie Angaben zum gewünschten Textil, zur Stückzahl und zum Einsatzbereich.
Wir prüfen, welche Stickgröße, Position und Umsetzung für das jeweilige Material sinnvoll sind – oder ob für Ihr Motiv ein Textildruckverfahren die bessere Alternative darstellt.
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Autor: Klaus Unterseer, Inhaber von Printex24